Zuchtziele

Für uns am wichtigsten ist ein gutes und stabiles Wesen. Der Collie soll ein Familienhund sein, mit dem man gut im Hundesport arbeiten kann, keine Ängste hat und welchen man ohne Probleme überall mitnehmen kann. Die Gesundheit des Collies ist uns wichtig. Bei der Wahl der Zuchtrüden kommen nur Hunde in Frage, mit guten Resultaten beim Hüft-Röntgen und den anderen Gesundheitsuntersuchungen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Rüden persönlich kennenlernen, bevor eine Paarung in Frage kommt. Der Rüde muss auch vom Aussehen und von der Ahnentafel her zu unserer Hündin passen. Um einen gesunden Zuchtrüden mit einem guten Wesen ist eine weite Reise nie zu lang für uns. Vorrang haben Zuchtrüden mit guten Resultaten in Mentaltests und/oder erfolgreich im Gebrauchshundesport.
Ankörung des Schweizer Collie Clubs
Da wir Collies mit Stammbaum züchten, folgen wir den Regeln des Collieclubs und der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) für die Zucht. Das bedeutet, dass die Hunde zur Zucht zugelassen werden müssen (Ankörung).
Vor der Ankörung müssen eine Augenuntersuchung, eine Hüftröntgenaufnahme und ein DNA-Profil durchgeführt werden. Während der Ankörung erfolgt eine Exterieurbeurteilung und eine Zahnkontrolle durch einen Exterieur-Richter gemäß dem Zuchtreglement des Collieclubs. Der Hund wird dabei exterieurmäßig als „zugelassen“ oder „nicht zugelassen“ bewertet.
Ein Wesensrichter führt zudem eine Verhaltensbeurteilung durch, bei der der Hund einen Verhaltensparcours absolviert. Dieser besteht aus verschiedenen Stationen und Übungen. Folgende Persönlichkeitseigenschaften werden dabei beurteilt:
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Spielverhalten mit Hundeführer und Richter
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Kontakt mit fremden Personen in einer Gruppe
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Selbstsicherheit/Ängstlichkeit, wenn eine Personengruppe steht/auf verschiedene Weise agiert
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Reaktion auf unterschiedliche Geräusche, Untergründe und fremde Objekte
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Reaktion auf Schüsse (freiwillig)
Der Hund wird entweder zugelassen oder nicht. Wird der Hund nicht zugelassen, kann er den Test zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Hier ist ein Link zur Ankörung im Oktober 2023 mit Dokumenten und Videos von Jawa, Jaxon und Ikaros vom Seehain.
Schwedisches Mentaltest Hund (MH)
Schweden ist eines der Länder mit der besten Statistik über Zuchthunde und führt sehr gründliche Tests für die Zucht durch, die in offenen Datenbanken gespeichert werden. Daher bemühen wir uns, Hunde zu verwenden, die in irgendeiner Weise mit Schweden verbunden sind.
Außerdem haben wir mehrfach am Mentaltest Hund (MH) des schwedischen Gebrauchshundeverbandes teilgenommen. Dieser Test ist für alle Rassen identisch und für Zuchthunde obligatorisch.
Da wir guten Kontakt zu schwedischen Züchtern haben und mehrere Hunde nach Schweden verkauft bzw. Isa aus Schweden importiert haben, haben einige unserer Hunde das MH selbst in Schweden absolviert. Die Ergebnisse des MH für Collies zeigen folgende Persönlichkeitseigenschaften in einem Spinnendiagramm:
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Neugier/Furchtlosigkeit
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Aggressivität
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Sozialität
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Jagdinteresse
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Verspieltheit
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Reaktion auf Schüsse
Es gibt kein „bestanden“ oder „nicht bestanden“, sondern die Ergebnisse werden in einer offenen Zucht-Datenbank veröffentlicht. Dort kann man die am stärksten vererbbaren Persönlichkeitseigenschaften eines Hundes einsehen sowie dessen Reaktionen auf die 32 verschiedenen Testmomente nachlesen. Es liegt dann am Züchter, zu beurteilen, ob der Hund für die Zucht geeignet ist, und an den Interessenten, ob sie einen Welpen mit dieser Persönlichkeitskombination kaufen möchten. Hier ist ein Link zu weiteren Informationen über das MH und Jawas Testergebnisse mit Video.
So möchten wir, dass unsere Hunde sind

Neugierig & Verspielt
Die Neugier ist eine Eigenschaft, die von den Eltern zum grossen Teil weitergegeben werden. Neugier bedeutet «Spass am Entdecken und Lernen» und ist somit eine Voraussetzung, um neues zu entdecken und das Selbstvertrauen zu fördern. Der Antrieb von Neugier ist die Freude eine Herausforderung zu meistern und als Belohnung das ausgeschüttete Adrenalin im Spiel nachher zu geniessen. Wir nennen es Verspieltheit. Es ist schön zu sehen, wie glücklich ein Hund sein kann, wenn er eine schwierige Aufgabe gemeistert hat.

Mutig & intelligent
Mut wächst aus der Neugier und den erfolgreich gemeisterten Herausforderungen, aber dazu braucht man Intelligenz, um das Risiko trotzdem nicht zu übertreiben. Die Einschätzung, was gefährlich ist und wie man das überwindet, ist bei einem mutigen und intelligenten Collie einzigartig. Ein Collie, der die Gefahr spürt und schnell richtig einschätzen kann, schützt sich selbst und seine Familie mit bewusstem Handeln, geht aber kein unnötiges Risiko ein, um verletzt zu werden.
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Selbstbewusst & Stolz
Selbstbewusste Collies erkennt man an ihrer Haltung, besonders an dem hoch aufgerichteten Nacken und der stolzen Ausstrahlung. Selbstbewusstsein entsteht durch positives Feedback aus der Umgebung nach erfolgreich gemeisterten Herausforderungen.
Ein selbstbewusster, ausgewachsener Collie hat selten Probleme mit anderen Hunden und hilft sogar ängstlichen Hunden, ihre Angst zu überwinden. Solche Hunde eignen sich hervorragend zur Erziehung von Welpen.

Offen & freundlich zu Menschen
Ein offener und freundlicher Hund ist stets interessiert an Menschen. Er sucht Augenkontakt und Nähe bei Begegnungen, um herauszufinden, wie der Zustand des Menschen ist. Ein offener Collie schätzt offene Menschen und freut sich von ihnen gestreichelt zu werden. Bei vorsichtigen oder verletzten Menschen wird der Collie auch vorsichtig und gefühlsvoll. Kinder sind für den Collie wie Welpen. Kleine Kinder werden beschützt. Etwas ältere und zu wild spielende Kinder werden erzogen. Das ist auch ein Grund warum es wichtig ist Kinder beizubringen, wie man ein Hund am besten begegnet. Leider gibt es auch Erwachsene, die das nie gelernt haben und bei Begegnungen mit fremden Hunden aufgeregt sind und sich komisch verhalten. Das spürt ein selbstbewusster, offener und freundlicher Colli und geht solchen Menschen aus dem Weg.

Elegant & Pflegeleicht
Wir finden den alten klassischen Collietyp elegant, mit schönem Deckhaar, aber nicht zu viel Unterwolle. Man sollte die stolzen Körperkonturen des Collies erkennen können. Ein Collie muss sich in der Natur frei bewegen können, ohne dass sich alles im Fell verfängt. Das etwas längere Deckhaar schützt vor Nässe und manchmal sogar vor ängstlichen oder lästigen Hunden, die beißen könnten.
Mit pflegeleicht meinen wir, dass der Collie sich fast selbst pflegt. Nach schlechtem Wetter ist es natürlich empfehlenswert, ihn zu duschen und mit einem Tuch abzutrocknen, um den Schmutz im Haus zu reduzieren. Ein paar Mal im Monat das Fell zu kämmen, reicht völlig aus, um lose Unterwolle zu entfernen. Ein Collie würde aber auch häufigeres Kämmen genießen. Das Fell zu schneiden ist bei guter Fellqualität nicht notwendig.
Aus verschiedenen Gründen raten wir davon ab, einen Collie zu kastrieren. Ein Grund dafür ist, dass dies das Wachstum von Fell mit schlechter Qualität fördern kann.